Was das Wissen rund um das Thema Geld angeht, besteht in Deutschland bekanntermaßen ein gewisser Aufholbedarf. Studie um Studie zeigt oft gravierende Lücken im Verständnis selbst grundlegendster Prinzipien und Zusammenhänge auf. Tatsächlich ist dieser Umstand – und der Versuch, dies zu ändern – einer der Hauptgründe, warum wir von der ascent AG diesen Blog vor geraumer Zeit überhaupt ins Leben gerufen haben. Doch auch Jahre später finden sich in Umfragen zu der Thematik dieselben Ergebnisse, so auch bei einer aktuellen Befragung des Bundesverbands deutscher Banken. Diese deckt ein weiteres Problem auf: die Selbstüberschätzung. Denn die Befragten legen bezüglich ihrer Finanzkompetenzen ein Selbstbewusstsein an den Tag, das einem genaueren Nachfragen keineswegs standhält. Diesen Widerspruch zwischen gefühltem und tatsächlichem Finanzwissen schauen wir uns im Folgenden etwas genauer an.
Interesse an Finanzthemen gestiegen
Für seine Studie „Finanzwissen der Deutschen 2026“ hat der Bankenverband 1.303 Menschen in Deutschland befragen lassen. Zunächst die gute Nachricht: Das Interesse an Finanz- und Wirtschaftsthemen hat zuletzt deutlich zugenommen. Während 2024 noch 34 Prozent angaben, an dem Themenkomplex (sehr) interessiert zu sein, ist dieser Anteil in der diesjährigen Befragung auf 46 Prozent gestiegen. Aus unserer Sicht bei der ascent AG besonders erfreulich ist, dass vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren große Wissbegierde zeigen: Mit 50 Prozent liegt ihr Interesse überdurchschnittlich hoch.
Wie der Bankenverband hervorhebt, spiegelt sich das wachsende Interesse jedoch nicht unbedingt in konkretem Handeln wider: Weniger als die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) nimmt sich regelmäßig die Zeit, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern.
Wie die Deutschen ihr Finanzverständnis einschätzen
Spannend wird es bei der Frage nach der Selbsteinschätzung der eigenen Finanzkompetenz. Diese ist erstaunlich gut: 65 Prozent der Befragten halten sich für in Finanzfragen gut informiert, 2024 waren es noch 59 Prozent. Auf konkrete Nachfrage bröckelt dieses positive Selbstbild jedoch schnell. So musste mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) eingestehen, wenig bis gar nichts darüber zu wissen, was an der Börse geschieht. Bei der Altersvorsorge sieht es ganz ähnlich aus, besonders den Jüngeren sind selbst grundlegende Begriffe nicht bekannt. So wissen 46 Prozent der unter 30-Jährigen nicht, was die Rentenlücke ist.
Wenig überraschend ist vor allem vor dem Hintergrund des letzten Ergebnisses auch das häufig fehlende Engagement in Sachen privater Altersvorsorge: Lediglich 39 Prozent derjenigen, die noch nicht in Rente sind, haben sich nach eigenen Angaben bereits ernsthaft mit der Vorsorge fürs Alter auseinandergesetzt. Verständlich, denn wer nicht weiß, dass es eine Versorgungslücke überhaupt gibt, hat auch wenig Veranlassung, etwas dagegen zu unternehmen. Besonders niedrig ist die Eigeninitiative bei jenen, die ihre wirtschaftliche Lage als schlecht einschätzen: Diese kümmern sich mit 25 Prozent deutlich seltener um ihre Vorsorge als finanziell besser gestellte Personen mit 64 Prozent. Gerade dort, wo eine gute Planung am wichtigsten wäre, findet sie also am wenigsten statt.
Online-Vortrag oder Beratungsangebot nutzen
So sehr wir uns bei der ascent AG über die gestiegene Aufgeschlossenheit gegenüber Finanzthemen freuen, so müssen diesem Interesse auch Taten folgen, um eine positive Wirkung für den Einzelnen zu entwickeln. Ein Weg dorthin ist die Steigerung der eigenen Finanzkompetenz, beispielsweise durch die Teilnahme an einem unserer Online-Vorträge zum Thema „Angewandte Alltagsökonomie“. Diese sind vollkommen kostenlos, einen Platz zu Ihrem Wunschtermin können Sie hier reservieren. Ein weiterer Schritt, sich aktiv der eigenen Finanzen anzunehmen, ist eine Beratung durch einen unserer ascent AG-Geschäftspartner. Diese schauen sich gemeinsam mit Ihnen Ihre Ist-Situation und Ihre finanziellen Ziele an und entwickeln eine passende Anlagestrategie. Finden Sie hier einen Berater in Ihrer Region.